Donnerstag, 29. September 2016

Rauchen schadet Ihrem ungezeugtem Kind (Asthma)

Das das Verhalten der werdenden Mutter während der Schwangerschaft starken Einfluss auf die Gesundheit des Kindes hat weiß Jeder. Eine neue Metastudie aus Norwegen zeigt nun jedoch: Bereits vor der Zeugung schadet ein rauchender Vater seinem Kind.

Für diese Studie wurden 24.000 Datensätze ausgewertet. Ziel der Untersuchung war es herauszufinden, ob es einen Zusammenhang zwischen dem vorgeburtlichem Rauchverhalten des Vaters und dem Auftreten von frühkindlichem nicht-allergischen Asthma gibt.

Die Studie zeigt dabei Überraschendes:

Hatte der Vater vor der Zeugung, nicht aber danach, geraucht, steigerte sich das Risiko für das Kind an frühkindlichem Asthma zu erkranken um das Dreifache. Interessanterweise hatte das Rauchverhalten der Mutter vor der Zeugung keinen erkennbaren Einfluss auf das Risiko des Kindes an Asthma zu erkranken.

Selbst bei fünfjähriger Abstinenz des Vaters vor der Zeugung war das Asthmarisiko noch erhöht. Besonders stark erhöht ist das Risiko, wenn der Vater bereits vor dem 15. Lebensjahr mit dem Rauchen begonnen hat.

Die Forscher gehen daher davon aus, dass das Rauchen vererbbare epigenetische Veränderungen* an den für die Spermienbildung verantwortlichen Keimzellen verursacht. Eizellen hingegen werden nicht laufend produziert, sondern warten ein Leben lang auf ihre Reifung.

*Epigenetische Veränderungen entsprechen einer Aktivierung oder Deaktivierung von vorhandenen Genen